Nachschau - Veranstaltung am 07.05.2014

 

 

Referent:

Hans-Joachim Delfs

 ehem. Geschäftsführer und Berater des Verbands

für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschlands e.V.

am Mittwoch, 7. Mai 2014, um 19.30 Uhr

im Restaurant „Alte Meierei“

Grabauer Straße 6, 21493 Schwarzenbek

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Sektionseigener Bericht

Vor Mitgliedern und Gästen der GfW-Sektion Hzgt. Lauenburg sprach der Schwarzenbeker Sicherheitsexperte Hans-Joachim Delfs über die Aktivitäten der NSA.

So nutzt die NSA die Informationsquellen um zu wissen, wer wann mit wem kommuniziert, um Verbindungen von Verdächtigen zu entdecken. Sie sammelt und analysiert millionenfach Verbindungsdaten von Telefongesprächen, SMS, E-Mails usw., wie der Referent anhand von Beispielen aufzeigte. Dabei verschafft sich die NSA Zugriff auf die Nutzerdaten bei großen US-Anbietern.

Laut Delfs kann die NSA Windows-PCs aus bis zu acht Meilen Entfernung mit Schadsoftware infizieren, ohne Spuren zu hinterlassen. Sie hat „Hintertüren“ für Server, Router, Firewalls, Festplatten und Smartphone-Betriebssysteme entwickelt. Neben Telefon- und Internetverbindungen überwacht die NSA angeblich auch große Teile des internationalen Zahlungsverkehrs.

Da die NSA offenbar Verschlüsselungstechniken umgehen kann, ist selbst hiermit keine Sicherheit gegeben. Wie Delfs berichtete, haben sich viele Hersteller von Verschlüsselungssoftware in der „Key Recovery Alliance“ zusammengeschlossen und sich verpflichtet, den US-Sicherheitsbehörden eine Art „Nachschlüssel“ zu ermöglichen, durch die die ursprünglichen Texte wieder lesbar werden. Google-Cookies werden benutzt, um Verdächtige zu verfolgen und ihnen gezielt Spionagesoftware auf ihre Computer zu spielen.

Der Referent rief zu erhöhter Wachsamkeit und Vorsicht beim Umgang mit sensiblen Daten auf. Man sollte sich nicht so sehr darauf konzentrieren, wer uns bedroht, sondern was uns bedroht und darauf gezielt durch Prävention und Kontrollen reagieren.

Nach der dann folgenden engagierten Diskussion dankte Sektionsleiter Eckhard Gerber dem Referenten für seine mehrfache Vortragstätigkeit und überreichte ihm sein letztes Wappenschild der GfW. Da die GfW-Bundesversammlung mit großer Mehrheit eine Namenänderung in „Gesellschaft für Sicherheitspolitik“ beschlossen hat, war dies auch die letzte Sektionsveranstaltung unter dem bisherigen Namen.

Eckhard Gerber

 

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