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Vortrags- und Diskussionsabend
zum Thema
Die
Lage der Bundeswehr
Referent:
Hellmut Königshaus
Wehrbeauftragter des
Deutschen Bundestages
am
Mittwoch, 30. März 2011, 19.00 Uhr
in der Hermann Ehlers Akademie
Niemannsweg 78, 24105 Kiel
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Sektionseigener B ericht zur Veranstaltung
Anwalt der Soldaten spricht in Kiel
Kiel – Hellmut Königshaus, Wehrbeauftragter des
Deutschen Bundestages, hat im Rahmen eines Vortrags an
der Hermann Ehlers Akademie Position zum Stand der
Bundeswehrreform und zu den Geschehnissen auf der „Gorch
Fock“ bezogen.
Rund 200 interessierte Zuhörer nahmen an der vom
sicherheitspolitischen Gesprächskreis der Akademie
gemeinsam mit der Kieler Sektion der GfW sowie dem
Reservistenverband und der Deutschen Atlantischen
Gesellschaft organisierten Veranstaltung teil.
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Hellmut Königshaus bei seinem Vortrag
(Zum Vergrößern: Bild
anklicken)
Kiel ist die Heimatstadt des Segelschulschiffs der
Deutschen Marine und so ging der Wehrbeauftragte gleich
zu Beginn seiner Ausführungen auf die Vorgehensweise
seines Amtes bei den Untersuchungen um den tödlichen
Unfall auf dem Schiff ein. Er könne Mängel nicht
beseitigen, aber beobachten, berichten und Vorschläge
machen. So werde er auch künftig die Rahmenbedingungen
der Ausbildung auf der Gorch Fock im Auge behalten und
regte konkret einen Übungsmast mit einem Fallnetz an, um
die Kadetten sicher auf die Ausbildung an Bord
vorzubereiten. Er mahnte insgesamt in der Bundeswehr
eine andere „Fehlerkultur“ an. Fehler würden geschehen,
so Hellmut Königshaus, entscheidend sei, wie man mit
ihnen umgehe.
Notwendig: ein interessanter und moderner Arbeitsplatz
Zur laufenden Bundeswehrreform fragte er nach den
künftigen Aufgaben für die Streitkräfte unseres Landes.
Die Reform müsse auch durch eine konkrete Struktur
unterlegt sein. So sei der Sanitätsdienst in den
Einsatzgebieten hervorragend aufgestellt, das gehe
jedoch zu Lasten des Regelbetriebs in der Heimat. Vor
allem sei der Umgang mit dem Personal entscheidend,
unterstrich der Wehrbeauftragte: die Menschen machen die
Bundeswehr zukunftsfähig. Hier forderte er mehr
Anstrengungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Er frage sich, wie es sein könne, dass Soldatinnen und
Soldaten dreimal hintereinander Weihnachten im
Einsatzland verbringen müssten.

Bei der Diskussion:
Links der Leiter des Gesprächskreises Dr. Jürgen
Schultze
(Zum Vergrößern: Bild
anklicken)
Aber auch bezahlbare und akzeptable Wohnsitze sowie ein
interessanter und moderner Arbeitsplatz würden den Beruf
des Soldaten erst attraktiv machen. Allein mit
finanziellen Anreizen sei das nicht zu schaffen.
Das Resümee des Wehrbeauftragten: Die Streitkräftereform
ist notwendig. Auch sei die Bundeswehr eine der am
besten aufgestellten Streitkräfte weltweit. Dennoch gebe
es Defizite, über die man sprechen müsse.
Text und Foto: Wolfgang Ludwig
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