Nachschau - Veranstaltung am 29.05.2013

 

 

Vortragsveranstaltung

zum Thema

Die aktuelle Situation in Israel

Referent:

Foto: © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0

Seine Exzellenz

Herr Botschafter Yakov Hadas-Handelsman

Botschafter des Staates Israel

am Mittwoch, 29. Mai 2013, 19.00 Uhr

Ständesaal im Rathaus

Markt 3,  Itzehoe

 

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Eigenbericht

Botschafter Israels in Itzehoe

Empfang im Ständesaal des Alten Rathauses in Itzehoe (v.li.). Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann, der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman als Ehrengast, Bürgervorsteher Heinz Köhnke, Bürgermeister Dr. Andreas

Koeppen und Winfred Krech  -  Foto: Müller-Tischer

Seine Eminenz, der Botschafter des Staates Israel Yakov Hadas-Handelsman wurde am Mittwoch, dem 29. Mai gegen 18 Uhr im Ständesaal im Alten Rathaus von Bürgervorsteher Köhnke und Bürgermeister Dr. Koeppen sowie Kreispräsident Tiemann und Sektionsleiter der GfW, Winfred Krech begrüßt und mit dem Ehrenteller der Stadt Itzehoe geehrt.  Der Botschafter war in die Stadt an der Stör auf Einladung der Gesellschaft für  Wehr- und Sicherheitspolitik gereist, um über die aktuelle Situation Israels vorzutragen.

In seiner Begrüßung im mit etwa 100 Personengut besuchten Ständesaal wies Krech darauf hin, dass Israel die einzige parlamentarische Demokratie im nahen Osten sei und mit der Bildung der Kibuzzim einen kommunistischen Traum verwirklich habe. Trotzdem gebe es sowohl im Westen als auch in den früheren sozialistischen Staaten erhebliche Vorbehalte.

Hadas-Handelsman skizzierte dann die Lage im Nahen Osten. Israel wolle mit seinen arabischen Nachbarn in Frieden leben, stehe jedoch in einer ständigen kriegerischen Situation. Er verwies auf einschlägige Drohungen des Iran, der Hisbollah, der Hamas sowie anderer arabischer Staaten, die die „Juden ins Meer treiben“ und Israel vernichten wollten. Dazu kämen ständige Terrorübergriffe, Beschießungen, Überfälle, so dass Israel sich verteidigen müsse. Hadas-Handelsman machte deutlich, dass Israel die „Arabellion“ viel kritischer sehe als der Westen. Eine Diktatur sei eigentlich nur durch die andere ausgetauscht worden, was sich in Ägypten deutlich zeige. Insbesondere sei die Situation in Syrien sehr kritisch: Wer käme nach Assad? Die Opposition zerfiele in sehr viele Gruppen, in denen zunehmend Radikale sich durchsetzen. Auch der Iran und die Hisbollah mischen in diesem Konflikt kräftig mit. Es bestehe die Gefahr, dass Assad mit einem Angriff auf Israel sich Luft verschaffen wolle. Übrigens habe im Gegensatz zu vielen westlichen Staaten der Golfstaat Bahrain die Hisbollah auf die Liste der „Terrororganisation“ gesetzt.

Der Botschafter betonte wiederholt, dass Israel mit seinen Nachbarn in Frieden leben wolle. Auf eine Nachfrage erklärte er, auch die Siedlungen in den Palästinensergebieten würden für einen echten Frieden geopfert werden. Man könne aber nicht eine Verhandlungsmasse vorher preisgeben. Wer im Nahen Osten Schwäche zeige, werde gnadenlos umgebracht.

Nach lebhafter Aussprache wurde  Hadas-Handelsman mit viel Applaus verabschiedet. Er fuhr anschließend zurück nach Berlin. Krech verwies auf weitere Veranstaltungen der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik im 2. Halbjahr 2013. Besonders der Vortrag des Botschafters des Königreiches Saudi-Arabien am 09. September dürfte interessant werden.

Winfred Krech

Sektionsleiter

 

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