Nachschau - Veranstaltung am 26.03.2014

 

Vortragsabend

zum Thema

Die Zukunft Afghanistans

nach Abzug der

internationalen ISAF - Schutztruppe

Referent:

Foto: reservisten-helmstedt.de

Abed Nadjib

Geschäftsführer der Botschaft

der islamischen Republik Afghanistan

am Mittwoch, 26. März 2014, 18.30 Uhr

Schwarz - Café Hotel
Breitenburger Straße 14-16
25524 Itzehoe

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Eigenbericht zur Veranstaltung

Geschäftsträger der Botschaft der islamischen Republik Afghanistan spricht in Itzehoe

Von Winfred Krech

vlnr. Geschäftsträger der Botschaft der islamischen Republik Afghanistan, Abed Nadjib, Kreispräsident Peter Labendowicz, Sektionsleiter Winfred Krech  Foto: privat

Itzehoe. Am Mittwoch, dem 27.03. veranstaltete die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik im Cafe Schwarz einen Vortragsabend mit dem Geschäftsträger der Botschaft der islamischen Republik Afghanistan, Herrn Abed Nadjib. Der Vortrag stand unter dem Thema „Afghanistan heute.“ Dabei ging Herr Nadjib auch auf die gegenwärtige Situation und die weitere Entwicklung angesichts des Abzuges der westlichen Truppen ein. Auf der mit 50 Teilnehmern gut besuchten Veranstaltung konnte der Sektionsleiter den Kreispräsidenten und den Bürgervorsteher begrüßen.

 Eine allgemein diskutierte Frage aufgreifend erklärte der Geschäftsträger, entgegen dem Empfinden in Deutschland seien die Opfer, die Deutschland gebracht hat, nicht umsonst gewesen. Er würdigte den deutschen Einsatz als selbstlose Hilfe und sprach den Angehörigen von gefallenen und geschädigten Soldaten seine Anteilnahme aus.

Der Eindruck, die Opfer hätten sich nicht gelohnt, führte er auch darauf zurück, daß in der Berichtserstattung sein Land nur erwähnt werde, wenn es zu Terrortakten und Kampfhandlungen käme. Die positive Entwicklung fiele dieser einseitigen Berichterstattung zum Opfer. So würden jetzt nach dem afghanischen Neujahrsfest 11.900 junge Mädchen und Jungen mit dem Besuch der Schule beginnen. Vor Beginn des Einsatzes seien es null gewesen. Der Analphabetismus nehme gewaltig ab. Es seien neue Straßen gebaut worden, vor allem im Norden, von denen nichts zu lesen sei und wäre Kabul und andere Städte früher dunkel gewesen, so sei heute die Versorgung mit Elektrizität nicht nur auf die Städte beschränkt, sondern entwickle sich auch in die Dörfer. Unter den Taliban habe es keine öffentlichen Medien gegeben, heute gebe es Radio und Fernsehen und über 9 Millionen Afghanen hätten ein Handy.

Auch die soziale Entwicklung sei ohne die westliche Hilfe nicht möglich gewesen: Es gebe in Afghanistan fast mehr weibliche Minister und Parlamentsabgeordnete als in Deutschland und in der Verfassung sei die Freiheit der Medien und verrückbar festgehalten. Darüber hinaus öffneten sich für Afghanistan Möglichkeiten, die großen Bodenschätze an Kupfer, Gold und anderen Erzen sowie Gas und Öl zu fördern.

Herr Nadjib ging auch in der anschließenden Diskussion sehr engagiert auf die Fragen ein und versuchte, in klarem Deutsch das Auditorium von der positiven Entwicklung zu überzeugen. Erwünschte sich, daß in den Medien Afghanistan nicht nur anlässlich von Terror erwähnt werde, sondern mehr Journalisten vor Ort sich ein Bild der positiven Entwicklung machen würden. Er sei gern bereit, entsprechende Besuchervisa auszustellen.

 

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